Umstellungsförderungen auf Ökolandbau wird in Thüringen ab 2012 wieder neu aufgelegt.
Noch zu Beginn des Jahres verkündete Minister Reinholz auf der BioFach, dass die Förderung für Neubetriebe im Ökolandbau nicht mehr genehmigt wird.
Was brachte nun den Sinneswandel? Zum einen wurde der Ausblick auf die neuen Aufgaben der Landwirtschaft mit Hinblick auf die Entwicklungen die Agrarpolitik nach 2013 geschärft. So wird die Landwirtschaft auch in Zukunft den Spagat zwischen Produktionsmaximierung und Umweltschutz meistern müssen. Gerade der Ökolandbau schafft es, diese zwei Bereiche am besten zu verbinden. So sind auch die Perspektiven für eine weitere EU-Förderung für den biologischen Landbau am besten, da es zu einer umweltgerechteren Agrarpolitik kommen soll. Bei der Überprüfung der Mittel der aktuellen Förderperiode zeigte sich im FILET-Begleitausschuss zudem, dass in anderen Förderbereichen Gelder bis 2013 nicht ausgeschöpft werden.
Somit kam das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt- und Naturschutz zu der Entscheidung, Neuumsteller des Ökolandbaus ab der Antragstellung 2012 wieder zu fördern. Damit ist auch die weitere Förderung bestehender Ökobetriebe gesichert.
Zu verdanken ist diese Entscheidung dem Protest und die Aktionen der Interessenverbände und Ökobauern. Unser Erzeugerzusammenschluss hat mit seinem Verhalten einen wichtigen Anteil daran. Die Fortsetzung der Förderung, Ergebnis unserer gemeinsamen Initiativen, leisten eine wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Ökolandbaus in Thüringen. Die geplanten jährlichen Zuwachsraten von 1.000 bis 3.000 ha können somit wieder erreicht werden. Es ist zu hoffen, dass Entwicklung auch zum Impulse für die verarbeitenden Betriebe in Thüringen wird.
Interessenten für die Umstellung melden sich bitte im Kommunikationszentrum in Nottleben (036208/ 81820).