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07.10.2011 / Alter: 227 Tage

Thüringer Agrarpolitik mit 2 Gesichtern


In einer neu formulierten und kürzlich veröffentlichten „Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt“ formuliert die Landesregierung das Ziel, die Ökofläche bis 2020 auf 10 % zu erhöhen. Hier ist zu fragen, warum trotz dieser Ziele bis vor kurzem die Umstellung nicht weiter gefördert wurde. Eine langfristige Strategie sieht anders aus.

Trotz dieser geplanten Flächenausdehnung des Ökolandbaus, fehlen Wege, dies zu erreichen. So wird hauptsächlich das KULAP als Fördermechanismus genannt. Weiterhin sollen die Vermarkung und Verarbeitung stärker gefördert werden, was allerding sehr unkonkret bleibt, und eine Marketingaktion „Verbraucher fördern biologische Vielfalt“ etabliert werden. Diese wurde allerdings schon Anfang 2009 in einem Arbeitsentwurf der damaligen TMLNU erwähnt, ohne dass etwas passierte.

Leider fehlen auf Landesebene Visionen, welche zusätzlichen unterstützenden Maßnahmen zum KULAP installiert werden können, um den Ökolandbau weiter zu stärken.

Zu hoffen bleibt weiterhin, dass man sich in Zukunft stärker auf die Landespolitik verlassen kann, um das Vertrauen der Biobauern und umstellungswilliger Landwirte zu verstärken. Außerdem müssen neben dem KULAP weitere Anreize geschaffen werden.

Hier der Link zum undefinedPapier des TMLFUN